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Verflüssigtes Erdgas (LNG) für Deutschland

LNG – Liqui­fied Nat­ur­al Gas – bietet die Möglichkeit, von den Pro­duzen­ten­län­dern aus allen Teilen der Welt Erdgas per Schiff nach Deutsch­land zu trans­portieren.

 

Viele Argu­mente sprechen für die Real­isierung eines LNG-Anladung­ster­mi­nals in Deutsch­land und speziell in Wil­helmshaven. Ein Ter­mi­nal leis­tet wichtige Beiträge zu Verbesserung der Ver­sorgungssicher­heit und Bezahlbarkeit ein­er nach­halti­gen Energiev­er­sorgung für viele Jahrzehnte. Zudem liefert Erdgas einen wichti­gen Beitrag zur Reduk­tion der Treib­haus­gase­mis­sio­nen.

LNG-Anlan­dung­ster­mi­nals kön­nen entwed­er an Land oder als schwim­mende Ein­heit errichtet wer­den.

Ein schwim­mendes Ter­mi­nal – „Float­ing Stor­age and Regasi­fi­ca­tion Unit“ (FSRU), – wie für Wil­helmshaven geplant, ist am wirtschaftlich­sten und schnell­sten zu real­isieren.

Zeitplan

Mit ver­schiede­nen Part­nern arbeit­et Uniper inten­siv an der Real­isierung des Ter­mi­nal­pro­jek­ts in Wil­helmshaven. 2018 begann Uniper die Ver­mark­tung der Kapaz­ität und die Detailpla­nung für das Design der FSRU. Alle erforder­lichen Genehmi­gung­sprozesse sind bere­its angestoßen, so dass die Inbe­trieb­nahme in der zweit­en Hälfte des Jahres 2022 erfol­gen kann.

Warum LNG?

LNG dient der Diver­si­fizierung der Gasquellen für die europäis­chen Märk­te und stärkt damit die Gasver­sorgungssicher­heit in Deutsch­land und Europa.

Gas als Part­ner der Energiewende wird auch in Zukun­ft eine bedeu­tende Rolle in unserem Energiemix spie­len: sowohl in der Stromerzeu­gung als auch in Indus­trie, Wärmemarkt und Verkehr.

Im Zuge der weit­er deut­lich zurück­ge­hen­den Eigen­pro­duk­tion von Erdgas in Europa wird der Importbe­darf für Erdgas in den näch­sten Jahrzehn­ten deut­lich ansteigen. LNG wird einen wesentlichen Teil dieses zusät­zlichen Importbe­darfs deck­en.

Im Inter­esse des End­kun­den dienen zusät­zliche Bezugsquellen der Stärkung des preis­lichen Wet­tbe­werbs in den Gas­märk­ten.

Warum Wilhelmshaven?

 

FSRU-Projekt Wilhelmshaven auf einen Blick

Projektmerkmale

  • Stan­dort FSRU: Jade­busen, einziger Tiefwasser­hafen in Deutsch­land
  • Kapaz­ität FSRU: bis zu 10 bcm/a nom­i­nale Aussendeleis­tung; ~263,000 m³ Spe­icherka­paz­ität
  • Land­seit­iger Pipeline-Aus­bau: nur ~30 km – Aus­bau erfol­gt durch vor allem land­wirtschaftlich genutztes Gebi­et
  • Pro­jek­t­plan: Betrieb­s­be­ginn 2023 möglich

Strategische Bedeutung des Projektes

  • Der Auf­bau ein­er Infra­struk­tur für ver­flüs­sigtes Erdgas – LNG – mit einem Anlan­dung­ster­mi­nal in Wil­helmshaven schließt Deutsch­land viel bess­er als bish­er an die glob­alen Gas­märk­te an. Das stärkt den Wet­tbe­werb zwis­chen den weltweit­en Gasquellen und ist zum Wohle des End­ver­brauch­ers in Deutsch­land.
  • Auch der Koali­tionsver­trag der deutschen Bun­desregierung sieht die Schaf­fung ein­er LNG-Infra­struk­tur in Deutsch­land vor.

  • Eine FSRU bietet einen konkur­ren­zfähi­gen Zugang zu den liq­uiden Gasmärk­ten in Nord­wes­teu­ropa.

Pipeline-Netzwerk und Infrastruktur

  • Wil­helmshaven ist der einzige deutsche Tiefwasser­hafen und kann ohne Gezeit­enbeschränkun­gen von LNG-Tankern jed­er Größe erre­icht wer­den. Der Stan­dort liegt nahe der beste­hen­den Pipeline- und Gasspe­icher­in­fra­struk­tur Deutsch­lands.
  • Die vorhan­dene Infra­struk­tur und bere­its vorhan­dene Genehmi­gun­gen beschle­u­ni­gen die Pro­jek­ten­twick­lung.

FSRU und Pipeline Bau

  • Anbi­eter der FSRU ist MOL (Mit­sui O.S.K. Lines).
  • Die tech­nis­che Pro­jek­ten­twick­lung der zu bauen­den Pipelin­ean­bindung erfol­gt durch erfahrene Mitar­beit­er der Uniper Tech­nolo­gies mit Unter­stützung durch externe Berater.

 

Der Stan­dort Wil­helmshaven ist die beste Lösung für ein LNG-Ter­mi­nal in Deutsch­land.

Die LNG-Tanker kön­nen in Übere­in­stim­mung mit inter­na­tionalen Stan­dards anle­gen. Zudem ist Wil­helmshaven Deutsch­lands einziger Tiefwasser­hafen. LNG-Tanker aller Größen­klassen kön­nen ihn unab­hängig von den Gezeit­en erre­ichen. Außer­dem erlaubt die gün­stige mar­itime Lage das An- und Able­gen von LNG-Tankern, ohne den Verkehr zu anderen großen Häfen  zu behin­dern.

Mit der Nach­barge­meinde Wanger­land beste­ht eine städte­bauliche Vere­in­barung, die ein Miteinan­der von Indus­trie und Touris­mus ermöglicht.

Die benötigte Pipelin­ean­bindung zur nahegele­ge­nen Erdgasleitung Netra wird weit­ge­hend über land­wirtschaftliche Nutzfläche ver­laufen.

Die Voraus­set­zun­gen für eine spätere land­seit­ige Erweiterung der Anlage auf bis zu 40 bcm/a sind gegeben.

Die lokale Wirtschaft wird durch den Bau des Ter­mi­nals und die beglei­t­ende Indus­trie gestärkt. Die Ansied­lung ein­er FSRU erlaubt Wil­helmshaven und der Region Fries­land den weit­eren Aus­bau als Energiedrehscheibe in Nord­wes­teu­ropa.

Warum FSRU?

FSRU – Was ist das?
  • FSRU ist eine Abkürzung für Float­ing Stor­age and Regasi­fi­ca­tion Unit.
  • Eine FSRU ist eine schwim­mende Anlage, in der LNG, also ver­flüs­sigtes Erdgas, wieder zu Gas zurück­ge­wan­delt wird. Das Gas wird dann über das Gas­netz an die Ver­brauch­er trans­portiert.
  • Eine FSRU erlaubt die Anbindung Deutsch­lands an den LNG-Welt­markt zu deut­lich gerin­geren Kosten als der Neubau eines fes­ten Ter­mi­nals an Land.
  • Die FSRU-Tech­nolo­gie gehört mit­tler­weile zum Stan­dard in der LNG-Indus­trie. Mehr als 30 FSRUs sind bere­its weltweit im Ein­satz und weit­ere befind­en sich im Bau.

Die Investi­tion­skosten für eine FSRU sind deut­lich niedriger als die des Alter­na­tivkonzeptes eines an Land errichteten Ter­mi­nals. Zudem kann die Real­isierung deut­lich schneller erfol­gen.

Das Design der FSRU in Wil­helmshaven bietet die Möglichkeit, LNG als umwelt­fre­undlichen Treib­stoff für den Schiffsverkehr einzuset­zen. Die Beliefer­ung von LNG-Betankungsan­la­gen für den Schw­er­lastverkehr ist von der geplanten Anlage vorge­se­hen. Die sehr gute infra­struk­turelle Anbindung an das Verkehrsnetz erle­ichtert zudem den Weit­er­trans­port von LNG an Land (z. B. für den Trans­port von LNG zu Tankstellen).

 

Technische Details einer FSRU inkl. Kapazität

Allgemeines

  • Die FSRU erfüllt die Voraus­set­zun­gen inter­na­tionaler Vor­gaben (IMO, MARPOL, SIGTTO, etc.).
  • Die FSRU kann 20 Jahre betrieben wer­den, ohne den Hafen ver­lassen zu müssen.

FSRU Wilhelmshaven

  • Länge / Bre­ite / Tiefe: 345 m / 55 m / 12 m
  • LNG Tank Vol­u­men: 263.000 m³
  • Erdgasaussendeleis­tung: 1,1 mil­lion m³/h
  • Max. Erdgasaussendeleis­tung: 1,4 mil­lion m³/h

 

FSRU – mehr Details

Die FSRU wird am Anleger (Jet­ty) befes­tigt.

Flex­i­ble Schläuche verbinden die FSRU und den ent­laden­den LNG Tanker; Ent­ladungsrate rd. 10.000 m³/h.

Der Ent­ladungsvor­gang inkl. des Anlege­manövers ist zeitlich mit einem Onshore-LNG-Ter­mi­nal ver­gle­ich­bar.

Die Regasi­fizierung find­et an Bord statt. Für die Erwär­mung des LNGs wird See­wass­er als Grund­lage genutzt.

Das Gas wird über drei Ent­ladungsarme und eine Gasmesssta­tion zum beste­hen­den Erdgasleitungsnetz trans­portiert.

Die FSRU wird in der Lage sein, LNG auf Bunker­schiffe über die reg­ulären Anschlüsse sowie über weit­ere Anschlüsse für die kle­in­sten Schiffe zu laden, die z.B. auf Bin­nen­wasser­straßen aus­gerichtet sind.

Bis zu fünf LKW-Lader­am­p­en sind vorge­se­hen, um den Weit­er­trans­port von LNG über Straße oder Schiene zu ermöglichen.

 

Partner und Interessenten

Um eine schnelle Real­isierung ein­er FSRU am Stan­dort WHV zu gewährleis­ten, arbeit­et Uniper eng mit den zuständi­gen Behör­den zusam­men. Weit­er­hin führen wir Gespräche mit inter­essierten Mark­t­teil­nehmern über die langfristige Buchung von Kapaz­itäten im Ter­mi­nal.

Mit Mit­sui O.S.K. Lines (MOL) hat Uniper bere­its einen erfahre­nen und ver­lässlichen Part­ner an ihrer Seite. Im Rah­men des Pro­jek­ts beab­sichtigt MOL, die FSRU zu erwer­ben, zu betreiben und zu finanzieren.

 

Warum engagiert sich Uniper für das FSRU-Projekt Wilhelmshaven?

Uniper ist eines der größten Gasun­ternehmen in Europa und hat die tech­nis­che sowie kom­merzielle Exper­tise, um das Pro­jekt zusam­men mit starken Part­nern umzuset­zen. Seit mehr als 15 Jahren ist Uniper im LNG-Geschäft aktiv.

Uniper ist in Europa ent­lang der gesamten Gas-Wertschöp­fungs­kette gut posi­tion­iert.

Uniper ist eines der größten Gasun­ternehmen in Europa und hat die tech­nis­che sowie kom­merzielle Exper­tise, um das Pro­jekt zusam­men mit starken Part­nern umzuset­zen. Seit mehr als 15 Jahren ist Uniper im LNG-Geschäft aktiv.

Kein anderes Unternehmen in Deutsch­land ist auf so vie­len Stufen der LNG-Wertschöp­fungs­kette tätig.

Uniper besitzt ein stark wach­sendes LNG-Port­fo­lio, mit Trans­portka­paz­itäten und inter­na­tionalen LNG-Beschaf­fung­spro­jek­ten. Zudem ist das LNG-Han­dels­geschäft in den let­zten Jahren stark angewach­sen.

Darüber hin­aus engagiert sich Uniper mit ihrer Tochterge­sellschaft Liqvis im Bere­ich der LNG-Mobil­ität im Schw­er­lastverkehr.

 

Warum MOL als Partner?

MOL (Mit­sui O.S.K. Lines) ist ein 1964 gegrün­detes japanis­ches Trans­portun­ternehmen.

In sein­er langjähri­gen Geschichte hat sich MOL zu einem der weltweit größten Schiff­seign­er entwick­elt.

MOL ist eines der führen­den Unternehmen in der LNG-Schiff­fahrts­branche.

Im Jahr 2017 baute MOL die weltweit größte FSRU: die FSRU Chal­lenger (Türkei). MOL ist sowohl Eigen­tümer als auch Betreiber. Sie stellt die Grund­lage für das Design der FSRU Wil­helmshaven dar.

Open Season-Prozess

Im Mai 2019 erkun­dete die LNG Ter­mi­nal Wil­helmshaven GmbH (LTW) in einem sog. Open Sea­son-Prozess das Inter­esse der Mark­t­teil­nehmer am LNG-Ter­mi­nal-Pro­jekt Wil­helmshaven.

Die LTW mit Sitz in Wil­helmshaven ist eine hun­dert­prozentige Tochter der Uniper Glob­al Com­modi­ties SE. Sie wird die von Uniper begonnene Ini­tia­tive zur Umset­zung des Pro­jek­tes am beste­hen­den Stan­dort fort­führen.